Kursplattformen im Vergleich: Feature-Matrix & Preise

2026.08.03

Vor ein paar Wochen saß ich mit einer befreundeten Coachin im Café, und sie hat mir ihren Laptop rübergeschoben — sieben offene Tabs, sieben Preisseiten, keine einzige Zahl, die mit der anderen vergleichbar war. Genau das Problem hatte ich selbst schon dreimal, wenn ich mal wieder die Plattform gewechselt habe: Am Ende tippt man Netto-Preise gegen Brutto-Preise, Monatsraten gegen Jahresraten und hofft, dass es irgendwie stimmt. Diese Tabelle ist mein Versuch, das für dich einmal ordentlich nebeneinanderzulegen — Preise, Transaktionsgebühren und Hosting-Modell der Plattformen, die mir in den letzten sieben Jahren tatsächlich untergekommen sind. Alle Angaben live nachgeprüft, Stand August 2026.

Feature-Matrix von sechs Kursplattformen mit vier Entscheidungsmerkmalen. Ablefy: 39 Euro, nicht provisionsfrei (1,5 bis 7,5 Prozent Transaktionsgebühr), Abrechnung in Euro, SaaS-Hosting, Steuer-Handling über Reseller-Modell. Coachy: 35 Euro, provisionsfrei (externe Zahlungsanbieter-Gebühren kommen dazu), Euro, SaaS, kein Steuer-Handling. Kajabi: 143 Dollar, provisionsfrei, keine Euro-Abrechnung, SaaS, kein Steuer-Handling. Thinkific: 40 Dollar, Plattform-Provision nicht ausgewiesen, keine Euro-Abrechnung, SaaS, kein Steuer-Handling. Memberspot: 39 Euro, provisionsfrei (externe Zahlungsanbieter-Gebühren kommen dazu), Euro, SaaS, kein Steuer-Handling. LearnDash: 259 Dollar pro Jahr, provisionsfrei (externe Zahlungsanbieter-Gebühren kommen dazu), keine Euro-Abrechnung, kein SaaS (WordPress-Plugin, selbst gehostet), kein Steuer-Handling. Preise wie abgerechnet, Stand August 2026.
Die sechs Plattformen entlang der vier Fragen, die bei der Wahl wirklich zählen — Preis, Plattform-Provision, Abrechnungswährung und Hosting-Modell. Ein Haken heißt nicht automatisch besser, sondern nur: trifft zu. Zum Einbetten mit Credit auf plattformlotse.com — oder Bild herunterladen. Keine Steuer- oder Rechtsberatung; Preise und Konditionen ändern sich — im Zweifel die aktuelle Preisseite prüfen.

Der Monatspreis ist nur die halbe Rechnung. Coachy (35 €), Memberspot (39 €) und Kajabi behalten selbst keine Provision ein — bei Ablefy (39 €) kommt dagegen eine Transaktionsgebühr von 1,5 % bis 7,5 % pro Verkauf obendrauf. Gebühren externer Zahlungsanbieter (Stripe, Digistore24 & Co.) kommen bei Coachy, Memberspot und LearnDash separat dazu. Und nur LearnDash lässt deine Kursdaten auf deinem eigenen Server — die anderen fünf hosten für dich (SaaS).

Vergleichstabelle: Preise & Gebühren

Ich vergleiche hier die Einstiegstarife — so nüchtern wie ein Umzugsangebot, bei dem am Ende doch zählt, was tatsächlich im Lkw landet und nicht nur, was auf dem Papier stand. Die Preise zeigen jeweils den günstigsten öffentlich gelisteten Tarif: Bei Coachy, Kajabi, Thinkific und Memberspot ist das der Monatspreis bei jährlicher Zahlung, Ablefy führt aktuell nur einen einzigen (monatlichen) Tarif, und LearnDash hat sein früheres Lizenzmodell komplett auf ein Jahresabo umgestellt.

Anbieter Basis-Preis (ca. mtl.) Transaktionsgebühr Hosting-Typ Besonderheit
Ablefy (ehem. elopage) 39 € (Quelle) 1,5 % - 7,5 % SaaS Reseller-Modell inkl. Steuern
Coachy 35 € (Quelle) keine Provision * SaaS DSGVO-konform, „echte Menschen" im Support
Kajabi 143 $ (Quelle) keine Provision SaaS All-in-One Marketing-Suite
Thinkific 40 $ (Quelle) – SaaS Eigener Checkout via Thinkific Payments
Memberspot 39 € (Quelle) keine Provision * SaaS Web App & eigenes Branding
LearnDash 259 $/Jahr (Quelle) keine Provision * WordPress Plugin Maximale Flexibilität (Self-Hosted)

* Zzgl. Gebühren des externen Zahlungsanbieters (z. B. Stripe, PayPal, Digistore24) — die Plattform selbst behält hier keinen Anteil ein. Bei Thinkific war auf der zuletzt abrufbaren Preisseite keine eindeutige Aussage zur Plattform-Transaktionsgebühr zu finden, deshalb steht dort ein Strich statt einer geschätzten Zahl.

Detaillierte Plattform-Profile

Ablefy (ehemals elopage)
Ablefy war die Plattform, über die ich meine erste große Migration abgewickelt habe — weg von einem Baukasten-Tool, dessen Namen ich hier lieber nicht mehr erwähne. Was mich am Reseller-Modell überzeugt hat: Ablefy tritt rechtlich als Verkäufer auf und übernimmt Steuerberechnung, Rechnungsstellung und sogar Meldepflichten im Ausland (Quelle) — am Monatsende bekommst du nur noch eine Gutschrift, die du in deiner Steuererklärung angibst. Klingt entspannt, ist es auch, bis du zum ersten Mal nachrechnen willst, warum die Gebühr in diesem Monat näher an 7,5 % lag als an 1,5 %. Ich bin ehrlich gesagt niemand, der bei sowas sofort zum Taschenrechner greift — ich vertraue der Abrechnung und schau nur noch am Jahresende genauer drüber.
Coachy
Coachy ist inzwischen die Plattform, die ich Einsteigern aus dem DACH-Raum fast automatisch empfehle — einfach weil beim Support noch ein Mensch drankommt. „Echte Menschen", steht auf der Preisseite (Quelle), und in meiner Erfahrung stimmt das auch. Mitglieder und Speicherplatz sind in jedem Tarif unbegrenzt, das hat mir bei meiner letzten Migration wirklich die Nerven gerettet, weil ich nicht mittendrin ein Upgrade klicken musste, nur weil zehn neue Leute dazugekommen sind. Eine eigene Kasse hat Coachy nicht — verkauft wird über Digistore24 oder CopeCart, und die Provision fällt dort an, nicht bei Coachy selbst.
Kajabi
Kajabi habe ich selbst mal getestet und wieder verlassen — nicht weil das Tool schlecht war, sondern weil mich als Ein-Mann-Betrieb aus Hamburg zwei Dinge genervt haben: der Preis, der für den DACH-Markt spürbar hoch ist, und ein Support, der komplett auf Englisch lief. Dabei ist der Funktionsumfang wirklich beeindruckend — E-Mail-Marketing, Funnel-Builder und CRM sind direkt mit drin, und selbst der Einstiegstarif „Basic" erlaubt schon 5 Produkte und 2.500 Kontakte (Quelle). Wer sowieso alles aus einer Hand will und mit Dollar-Abrechnung leben kann, bekommt hier eine ernstzunehmende All-in-One-Lösung.
LearnDash
LearnDash ist das einzige Tool in dieser Liste, das nicht in der Cloud, sondern auf deiner eigenen WordPress-Seite lebt — deine Kursdaten, deine Mitgliederlisten, dein kompletter Umsatzverlauf bleiben bei dir (Quelle). Genau das hat mich überzeugt, als ich kurz mit dem Gedanken gespielt habe, mich von SaaS-Anbietern unabhängig zu machen. Der Haken: Ich bin kein Entwickler, und als mir mitten in der Nacht ein Plugin-Update das komplette Kurs-Layout zerschossen hat, saß ich allein da, ohne Support-Chat, den ich hätte anschreiben können. Bei den Kosten hat sich seit meinem letzten Check außerdem einiges getan — das frühere Lizenzmodell gibt es nicht mehr, LearnDash bietet aktuell nur noch ein Jahresabo, Einstieg bei 259 $/Jahr für das Paket „Essentials".

Begriffsdefinitionen

Last verified: 2026-08-08

Sources