Membado Kursplattform im Test: Die Lösung für Coaches ohne eigenen Entwickler

2026.07.23
Membado Kursplattform im Test: Mitgliederbereich-Software für Coaches ohne eigenen Entwickler im Überblick

Sieben Prozent Marktanteil, aber siebeneinhalb Jahre ununterbrochen am Markt – bei kaum einer Mitgliederbereich-Software klafft die Lücke zwischen Bekanntheit und Bestandsdauer so weit wie bei Membado. Als Online-Coach in Hamburg, der seit 2019 durch sechs verschiedene Systeme und drei Migrationen gegangen ist, war das für mich der Anlass für einen echten Kursplattform-Vergleich statt eines weiteren Werbeversprechens. Wer mitten in der Kundenkommunikation schon einmal den Login-Bereich neu aufsetzen musste, weiß: Marktführer drehen ihre Feature-Liste im Halbjahresrhythmus, während ein kleinerer Anbieter, der seit Jahren ruhig im Hintergrund läuft, oft die verlässlichere Wahl ist.

Bevor es weitergeht, kurz zur Einordnung: Dieser Text enthält Affiliate-Links zu Anbietern, die ich in der eigenen Coaching-Praxis eingesetzt habe – kauft jemand darüber, bekomme ich eine Provision, ohne dass sich der Preis für sie oder ihn ändert. Ich habe genug Geld in Tools versenkt, die auf Screenshots gut aussahen und im Alltag versagten, deshalb landet hier nur, was den harten Betrieb überstanden hat.

Anzeige -- Pflichthinweis: Die folgenden Produktlinks sind Affiliate-Links. Beim Kauf über diese Links erhält der Betreiber dieser Seite eine Vermittlungsprovision. Ihr Kaufpreis ist davon nicht betroffen.

Marktanteil ist kein Beweis für eine stabile Kursplattform

Die schiere Größe eines Anbieters ist dabei kein guter Indikator für Zuverlässigkeit. Flenski hat sich mit einem Marktanteil von 55 Prozent an die Spitze gesetzt, ist aber gerade einmal 1,4 Jahre am Markt – für eine Software, die Zugangsdaten, Zahlungsinformationen und komplette Kundenlisten verwaltet, ein Zeitraum, in dem sich noch einiges zeigen kann.

Ein Bekannter aus einem Online-Coach-Forum, Hannes Przybylski, wollte genau deswegen von Coachy zu Flenski wechseln und hatte sich vorher selbst eine Vergleichstabelle mit eigenen Kennzahlen gebaut, bevor er mich um eine Einschätzung bat – eine Gründlichkeit, die ich mir bei den meisten Plattform-Entscheidungen wünschen würde. Mentortools bringt es dagegen auf sieben Jahre Betriebsgeschichte, was schon näher an das herankommt, was ich für einen Systemwechsel verlange, bevor überhaupt über einen Umzug nachgedacht wird.

Membado Mitgliederbereich im Kursplattform-Vergleich: aufgeräumte Kursübersicht auf dem Laptop

Live-Coaching statt reiner Videokurs-Verwaltung

Der Unterschied zeigt sich nicht beim Hochladen von zehn Aufzeichnungen, sondern sobald Live-Termine, individuelle Freischaltungen und manueller Support ins Spiel kommen. Viele Systeme laufen dann in einen Zustand, in dem man doch wieder eine Entwicklerin braucht, nur um einen Kalender sauber mit dem Kursbereich zu verknüpfen. Membado ist an dieser Stelle so aufgebaut, dass sich Kursinhalte und Live-Coaching-Termine in derselben Oberfläche verwalten lassen, ohne dass man zwischen drei Tools hin- und herspringen muss.

Ein Plattform-Wechsel fühlt sich für mich immer noch an wie ein Umzug, bei dem man erst hinterher merkt, ob die halbe Werkstatt im Transporter gefehlt hat. Meine Bekannte Hildegard Tams, die seit Jahren eigene Kurse über verschiedene Systeme verkauft, testet grundsätzlich kein neues Tool, ohne vorher einen vollständigen Datenexport in der Hand zu haben – eine Gewohnheit, die ich mir nach meiner eigenen Encoding-Katastrophe bei einer früheren Migration abgeschaut habe. Wer selbst schon einmal eine Mitgliederliste zwischen zwei Systemen übertragen und dabei Daten verloren hat, weiß, wie viel an so einer sauberen Migration hängt – und genau deshalb lohnt sich vorher ein nüchterner Kursplattform Vergleich, bevor man sich für Monate oder Jahre an ein System bindet.

Sichere Zahlungsanbieter und Datenschutz

Bei einer Software, die Zugangsdaten und Zahlungsinformationen von echten Kundinnen und Kunden verwaltet, will ich nicht erst im Ernstfall merken, dass irgendwo eine Lücke klafft. Die DSGVO-Konformität ist bei Membado gegeben, ohne dass ich mich durch endlose Einstellungsseiten klicken musste, und die Anbindung an gängige Zahlungsanbieter läuft im Hintergrund, statt bei jeder Kursanmeldung ein eigenes kleines Drama zu veranstalten. Auch die Digistore24-Anbindung, über die viele DACH-Coaches ihre Abo-Modelle abrechnen, hat bei mir auf Anhieb funktioniert, ohne dass ich Support-Tickets schreiben musste. Und die Cookie-Laufzeit von 180 Tagen ist für alle interessant, die neben dem eigenen Kursverkauf noch etwas Affiliate-Marketing nebenbei betreiben.

In meiner eigenen Mitgliederliste zeigt sich seit dem Wechsel etwas, das sich schwer in einer einzelnen Kennzahl fassen lässt: Der durchschnittliche Umsatz pro Mitglied ist gestiegen, ohne dass sich an meinen Preisen etwas geändert hätte – schlicht, weil weniger Leute aus technischer Frustration abspringen, bevor die Kündigungsfrist überhaupt erreicht ist.

Live-Coaching-Termine und Kursinhalte in der Membado Kursplattform am Laptop verwalten

Design ist zweitrangig, wenn die Technik hält

Bevor ich bei Membado gelandet bin, hatte ich Kajabi ernsthaft getestet, vor allem wegen der großen Beliebtheit unter englischsprachigen Coaches. Ich tippte zum wiederholten Mal Zugangsdaten in ein neues Konto, mit diesem leicht tauben Gefühl in den Fingerspitzen, das sich einstellt, wenn man diesen Vorgang schon zu oft wiederholt hat, und fragte mich, wie oft ich das wohl noch machen würde. Für den DACH-Markt war der Preis am Ende schwer zu rechtfertigen, und sobald eine Frage über das Standard-Setup hinausging, saß ich im englischsprachigen Support fest und musste Fachbegriffe erklären, die im Deutschen ganz anders funktionieren. Das war der Punkt, an dem ich anfing, gezielt nach Anbietern zu suchen, die für den deutschsprachigen Raum gebaut sind und nicht nachträglich übersetzt wurden.

Bei Membado ist die Oberfläche funktional und aufgeräumt, aber wer eine auffällig moderne Optik erwartet, wird enttäuscht sein und sollte eher zu Alternativen wie Coachy schauen, das mit einer Stornoquote von 1,6 % auffällt. Für meine Kundschaft zählt am Ende trotzdem etwas anderes: dass das Video lädt, wenn sie im Zug sitzen und lernen wollen, nicht ob der Player nach der neuesten Trend-Optik aussieht. Falls die Entscheidung zwischen mehreren Anbietern schwerfällt, hilft ein Blick in den Mentortools Praxis-Check, um ein Gefühl für die Unterschiede in der Handhabung zu bekommen.

Membado Kursplattform mobil: Mitgliederbereich für Coaches auf Smartphone und Tablet

Wann sich der Wechsel wirklich lohnt

Nach sieben Jahren als Coach und sechs Plattformen sehe ich das mittlerweile nüchtern: Der reine Anschaffungspreis einer Kursplattform sagt wenig darüber aus, was sie einen langfristig kostet, wenn man Support-Zeit, verlorene Mitglieder und die eigenen Nerven mit einrechnet. Membado bringt außerdem einen eigenen Landingpage-Builder und eine brauchbare E-Mail-Marketing-Anbindung mit, sodass man nicht zusätzlich ein drittes Tool anflanschen muss, nur um eine Kursseite zu bauen oder eine Anmeldebestätigung zu verschicken.

Es ist keine Plattform, die mit Marketingversprechen um sich wirft wie Flenski, aber genau diese Zurückhaltung ist für mich mittlerweile ein gutes Zeichen. Wer nicht riskieren will, bei der nächsten Migration wieder Mitglieder zu verlieren, findet in meinem ausführlicheren Bericht über Membado Erfahrungen ohne Technik-Sorgen noch mehr Details zur Handhabung im Alltag.

Schau dir Membado hier direkt an und mach dir selbst ein Bild davon, wie entspannt ein Plattform-Wechsel ablaufen kann, wenn die Basis stimmt.