
Coachy bringt einen neuen Kurs in einer Stunde live. Membado lässt dich Jahre später immer noch nicht im Regen stehen. Genau dieser Unterschied steht im Zentrum meines Kursplattform-Vergleichs, nachdem ich inzwischen drei Mitgliederbereich-Migrationen hinter mir habe und dabei jedes Mal einen Teil meiner Kunden verloren habe. Wer im Online-Coaching nicht nur den nächsten Kurs verkaufen, sondern einen Mitgliederbereich über Jahre stabil betreiben will, muss genau diese Frage für sich klären – nicht welche Plattform gerade am schönsten aussieht.
Kurzer Transparenz-Hinweis vorab: Dieser Text enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen dieser Links, bekomme ich eine Provision – der Preis für dich bleibt dabei gleich. Ich spreche hier nur über Tools, die in meinem eigenen Coaching-Alltag wirklich im Einsatz waren, darunter Membado und Coachy. Alles andere würde dem Vergleich am Ende keinen Gefallen tun.
Warum verliert man bei einem Plattform-Wechsel überhaupt Mitglieder?
Jede Migration eines Mitgliederbereichs kostet zwischen 5 und 15 Prozent der Bestandskunden – das ist keine Panikmache, sondern einfach die Erfahrung, die ich seit 2019 mit sechs verschiedenen Plattformen gesammelt habe. Die Leute kündigen nicht, weil der Kurs schlecht ist. Sie kündigen, weil das Login beim dritten Versuch nicht klappt oder der Kursfortschritt plötzlich wieder bei null steht. Mein teuerster Fehler dabei: der Versuch, mir meinen eigenen Mitgliederbereich auf WordPress mit MemberPress zusammenzubauen – nach drei Wochen ist mir die ganze Konstruktion abgestürzt, inklusive sämtlicher Zugangsdaten und Fortschritte meiner Mitglieder. Seitdem weiß ich: Die Frage WordPress-Plugin oder fertige Kursplattform ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Risikoabwägung, die man vorher und nicht währenddessen klären sollte. Wie man eine Migration so plant, dass am Ende nicht die halbe Liste rot markiert ist, ist eigentlich ein eigenes Thema für sich – hier soll es erstmal darum gehen, welche der beiden Plattformen diesen Stress überhaupt kleiner macht.
Coachy läuft günstig, aber stößt schnell an Grenzen
Über 10.000 Coaches setzen auf COACHY, und das leuchtet sofort ein, sobald man sich die Refund-Rate ansieht: 1,6 Prozent liegen so tief, dass offenbar kaum jemand an der Bedienung verzweifelt. Coachy ist wie eine Werkstatt mit genau den zehn Werkzeugen, die neunzig Prozent der Leute wirklich brauchen – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Für ein kleines Nebenprojekt habe ich dort in Rekordzeit einen Kurs aufgesetzt, und meine technikscheuen Kunden fanden ohne ein einziges Support-Ticket, wo sie klicken mussten. Der Haken kommt erst, wenn man tiefer in eigene Workflows oder eine individuelle CRM-Anbindung einsteigen will – da stößt die Standardisierung ziemlich schnell an ihre Wand, und ich habe mehr als einmal frustriert den Tab wieder geschlossen, weil mal wieder nur die Standard-Variante ging. Wer genauer wissen will, wie sich das im Alltag anfühlt, findet in meinem Artikel Coachy Support und Bedienung: Meine Erfahrungen nach dem Plattform Wechsel die Langfassung dazu.
Meine Membado-Erfahrungen: mehr Flexibilität, mehr Lernkurve
Membado fliegt im Vergleich zu den lauteren Namen der Branche fast unter dem Radar, dabei ist die Plattform bereits seit 7,5 Jahren am Markt – in einer Branche, in der viele Anbieter nach zwei Jahren wieder verschwinden, ist das eher die Ausnahme als die Regel. Aufgefallen ist mir vor allem, sobald ich tiefer eingestiegen bin: Die technische Flexibilität bei individuellen Workflows liegt bei Membado deutlich über dem, was Coachy mit seiner Standardisierung zulässt, und wer auf DSGVO-Konformität und Serverstandorte in der EU Wert legt, bekommt hier ein Stück mehr Sicherheit mitgeliefert. Dazu kommt ein eigener Landingpage-Builder, mit dem sich Kursseiten ohne einen zweiten Tool-Vertrag bauen lassen, eine Anbindung an E-Mail-Marketing-Tools, die das manuelle Nachfassen erspart, natives Video-Hosting statt eines Umwegs über einen externen Player, und eine Community-Funktion direkt im Mitgliederbereich, die eine separate Facebook-Gruppe überflüssig macht. Die Lernkurve ist spürbar steiler als bei Coachy – das ist der Preis für die zusätzlichen Stellschrauben, und wer nur schnell einen einzelnen Kurs verkaufen will, braucht die meisten davon ohnehin nicht.
Was kostet eine Kursplattform wirklich – jenseits des Preisschilds?
Die nackte monatliche Gebühr ist bei diesem Vergleich fast die unwichtigste Zahl, weil sich die Preise ohnehin laufend ändern, je nachdem welche Funktionen ein Anbieter gerade dazupackt – aktuelle Werte findest du zuverlässiger direkt auf den Webseiten der Anbieter als in irgendeinem Artikel. Spannender ist, was hinter dem Abo-Modell steckt: Coachy und Membado laufen beide auf einem laufenden Abonnement statt auf einer Einmalzahlung, was bedeutet, dass die Plattform mit deinem Mitgliederbereich mitwächst, du aber eben auch dauerhaft zahlst, solange der Mitgliederbereich online bleibt. Den größten Fehlkauf vermeidet man dabei nicht durch den niedrigsten Preis, sondern dadurch, dass man vorher klärt, ob die eigene Zahlungsabwicklung und die eigenen Workflows überhaupt zur Plattform passen – ein Wechsel später ist immer teurer als eine Stunde Recherche vorher. Für mich war am Ende die Refund-Rate ein ehrlicherer Indikator für die tatsächlichen Kosten als jedes Preisschild: Wenn kaum jemand sein Geld zurückverlangt, stimmt offenbar das Verhältnis zwischen Versprechen und Erfahrung.
Digistore24-Anbindung, mobiles Lernen, Einrichtung ohne Technik-Drama
Für alle, die ihre Kurse über Digistore24 verkaufen, ist die Anbindung an den Mitgliederbereich ein stiller Dealbreaker, den man erst merkt, wenn er fehlt – beide Plattformen lassen sich daran anschließen, ohne dass man eine zweite Automatisierung dazwischenschalten muss. Fast ebenso wichtig, auch wenn kaum jemand vorher danach fragt: Wie sich der Mitgliederbereich auf dem Handy anfühlt, denn ein guter Teil meiner Kursteilnehmer öffnet die Lektion morgens in der Bahn und nicht abends am Schreibtisch. Und obwohl inzwischen klar ist, wie viele Stellschrauben so eine Plattform hat, blieb die Einrichtung bei beiden Anbietern überschaubar – man muss dafür keine Entwickler-Vergangenheit mitbringen, auch wenn Membado insgesamt mehr Optionen zum Verstellen bereithält als Coachy.
Stabilität schlägt Design: Der direkte Vergleich
Wenn ich heute zwischen mehreren Plattformen wählen müsste, würde ich nicht mehr zuerst auf das Dashboard schauen, sondern auf die Frage, wie lange der Anbieter schon ohne großes Chaos am Markt ist. Stabilität schlägt für mich inzwischen jedes schicke Interface. Membado ist für mich dabei zum Anker geworden: seit 7,5 Jahren stabil im Einsatz, flexibel genug für eigene Workflows und mit einem Support, der nicht voraussetzt, dass ich selbst programmieren kann. Mentortools ist die Alternative, die ich jedem empfehle, dem Ladezeiten und technische Stabilität wichtiger sind als alles andere – wie sich das im Alltag anfühlt, habe ich ausführlich in meinem Mentortools Testbericht aufgeschrieben. Coachy bleibt für mich der Budget-Pick mit der niedrigsten Refund-Rate im ganzen Vergleich, perfekt für alle, die schnell online gehen wollen und sich um den Rest nicht groß kümmern möchten. Flenski.io dagegen war mir trotz seiner hohen Popularität von 55 Prozent persönlich zu riskant; bei nur 1,4 Jahren Marktpräsenz und einer Refund-Rate von 7,8 Prozent will ich meine Mitgliederliste nicht drauf verwetten.
Mitgliederbindung ist dabei die eigentliche Kennzahl, die zählt, nicht die Neuanmeldung – eine Plattform, bei der Mitglieder nach dem Login bleiben statt nach ein paar Wochen wieder zu kündigen, spart am Ende mehr als jeder Rabatt-Code. Ein Detail, das dabei gerne untergeht: Membado arbeitet mit einer Cookie-Laufzeit von 180 Tagen, was für die eigene Vermarktung ziemlich viel wert ist, während Coachy eher mit seiner Schlichtheit punktet, die man kaum falsch bedienen kann. Der eigentliche Umzug zu Membado hat am Ende vielleicht zehn Minuten länger gedauert als ein Setup bei Coachy, aber dafür sitzt seitdem jede Einstellung genau da, wo ich sie erwarte – wer über einen Wechsel nachdenkt, sollte sich vorher meine Membado Erfahrungen beim Umzug ansehen, um die üblichen Stolperfallen zu vermeiden.
Mein Fazit: Für wen sich welche Plattform wirklich lohnt
Ob du dich für die schnelle Standard-Lösung von Coachy entscheidest oder die Flexibilität von Membado bevorzugst, hängt am Ende davon ab, wie viel Kontrolle du über deine eigenen Workflows brauchst und wie viel Zeit du bereit bist, dafür am Anfang zu investieren – wer nur einen einzelnen Kurs schnell verkaufen will, ist mit Coachy besser bedient, wer einen Mitgliederbereich über Jahre ausbauen will, landet eher bei Membado. Für mich ist nach sechs Plattformen und drei Migrationen Membado zum Anker geworden, und ich merke das vor allem an kleinen Momenten: Checke ich morgens das Dashboard und sehe drei neue Anmeldungen über Nacht, ohne dass ich auch nur einmal nachfassen musste, weiß ich, wofür sich der Umzug gelohnt hat. Ein Kumpel aus der Nachbarschaft geht bei praktisch jedem Wetter Stand-Up-Paddling auf der Alster, einfach weil sein Board nie Ärger macht. Genau dieses Gefühl, dass etwas einfach funktioniert, ohne dass man ständig hinschauen muss, wünscht man sich auch von seinem Mitgliederbereich. Bin ich dabei ein Technik-Genie? Ganz ehrlich, eher das Gegenteil – aber inzwischen weiß ich wenigstens, welches Werkzeug hält und welches beim ersten Sturm auseinanderfällt.
| Produkt | Bewertung | |
|---|---|---|
| Mentortools Top Pick | 9.4 | Mehr erfahren → |
| Membado | 9.2 | Mehr erfahren → |
| COACHY | 8.8 | Mehr erfahren → |
| Flenski.io | 7.6 | Mehr erfahren → |
Membado
Vorteile
- ✔ Seit 7.5 Jahren bewährte Stabilität am Markt
- ✔ Hohe technische Flexibilität für individuelle Workflows
- ✔ Lange Cookie-Laufzeit von 180 Tagen
- ✔ Exzellenter Support für Nicht-Techniker
Nachteile
- ○ Lernkurve etwas steiler als bei Coachy
- ○ Geringere Bekanntheit in der breiten Masse